Mikroplastik

Hauptverursacher ist der Abrieb von Autoreifen

Was nur wenige wissen: Der größte Anteil des Mikroplastiks kommt vom Abrieb der Autoreifen, die tagtäglich und überall auf der Welt auf den Straßen unterwegs sind. Rund ein Drittel (ca. 110 Tonnen) des Mikroplastiks, welches Untersuchungen zufolge in Deutschland in die Umwelt gelangt, stammt von Autos/LKWs und Motorrädern.

Was passiert mit dem ganzen Mikroplastik?

Die Überreste von Plastikmüll werden in der Atmosphäre über die ganze Welt verbreitet.
Forscher entdeckten, dass sich die winzigen Plastikteilchen nicht nur durch Wasser und Wind verbreiten, sondern auch in die Atmosphäre aufsteigen, die den Mikromüll sowie Pollen oder Saharastaub über weite Strecken transportiert.

Es schneit Plastik

Mikroplastik gibt es mittlerweile sogar schon in der Arktis!
Schneeproben von einsamen Eisschollen zeigen, dass sich darin mehr als 14 000 Plastikteilchen pro Liter Niederschlag befinden. Diese Funde sind das Ergebnis eines jahrzehntelangen Ablagerungsprozesses durch Schneefälle.

Die Verteilung von Mikroplastik erfolgt demnach nicht nur regional, sondern global und in allen räumlichen Dimensionen.

Was können wir tun?

Da Autofahrten nicht immer vermeidbar sind (zB. zwingend notwendig am Land, mit Kindern usw..) wird der Anteil des Mikroplastiks durch den Abrieb der Reifen immer relativ hoch sein.

Trotzdem kann jeder einzelne etwas für unsere Umwelt tun:

Achtet beim Reifenkauf z.B. auf die Langlebigkeit. Je länger ein Reifen hält, desto weniger Abfall und Mikroplastik fällt dadurch an.
Auch vorausschauendes Fahren (insbesondere Vollbremsungen vermeiden) kann helfen, den Abrieb der Reifen zu reduzieren.

Mikroplastik entsteht aber nicht nur durch Autos, auch das Waschen von Kleidung aus Kunstfaser oder Kosmetikartikel wie zum Beispiel Peelings können dieses verursachen.
Mittlerweile gibt es schon einige Lösungen/Alternativen für das Problem.
Zur Vermeidung von Mikroplastik durch das Waschen von Kleidung aus Kunstfaser kann ein Waschbeutel (hier z.B. von Guppyfriend) als Filter genutzt werden.

Beim Kauf von Kosmetikartikel gibt es ebenfalls eine Lösung:

Kunststoff muss zwar auf der Verpackung angegeben werden, verbirgt sich aber meist hinter komplizierten Fachbegriffen. Es empfiehlt sich, Produkte zu vermeiden, welche folgende Inhaltsstoffe aufweisen:

  • Polyethylen (PE)

  • Polypropylen (PP)

  • Polyamid (PA)

  • Polyethylenterephtalat (PET)

  • Acrylate Copolymer (AC)

  • Acrylate Crosspolymer (ACS)

  • Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)

  • Polyacrylate (PA)

  • Polymethylmethacrylate (PMMA)

  • Polyethylene (PE)

  • Polyethylenterephthalate (PET)

  • Polypropylene (PP)

  • Polystyrene (PS)

  • Polyurethane (PUR)